Wie wird die Diagnose gestellt?

Da die Symptomatik des multiplen Myeloms so uneindeutig ausfällt und derjenigen von anderen Erkrankungen stark ähneln kann, ist die Diagnose erst gesichert, wenn zwei der folgenden drei Kriterien erfüllt sind:

Kriterium 1

Im Knochenmark sind durch eine Knochenmarkspunktion 10 Prozent oder mehr klonale Plasmazellen nachweisbar. Zum Vergleich: In einem gesunden Organismus beträgt der Wert weniger als fünf Prozent.

Krankhaft entartetes Knochenmark beim multiplen Myelom

Krankhaft entartetes Knochenmark beim multiplen Myelom

Kriterium 2

Röntgenbilder zeigen eine verminderte Knochendichte und/oder fleckenförmige Knochenaufhellungen (unter anderem in Schädel, Wirbelsäule, Becken).

Kriterium 3

Eine Blut- und/oder Urinprobe weist überschüssige und/oder funktionsuntüchtige Antikörper (Paraproteine) in Blut oder Urin nach.

Es gibt eine Reihe an weiteren Untersuchungen, wie zum Beispiel die Bestimmung des Kalzium- und Harnsäureanteils im Blut, einen Nierenfunktionstest oder zytogenetische Untersuchungen (Chromosomenanalysen).

Nach der Diagnose erfolgt die Einteilung in Stadien.