Leben mit multiplem Myelom

Bewegung

Bis vor wenigen Jahren wurde Krebspatienten empfohlen, sich während der Behandlung körperlich zu schonen.13 Heute ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Bewegung und Sport den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.14 Das Risiko für viele mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen wird verringert, der Patient fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger.13

In der Rehabilitationsphase, also gegen Ende oder nach Abschluss der ersten Behandlung, findet für die meisten Patienten der Übergang von der Physiotherapie zur Bewegungstherapie statt.13 Letztere sollte für jeden Betroffenen maßgeschneidert sein und schon im behandelnden Krankenhaus beginnen. Die Bewegungstherapie wird anschließend in der Rehaklinik und später zu Hause fortgeführt.14

Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen mitteilen, ob Sie Rehabilitationssport betreiben können und diesen gegebenenfalls verordnen.14

Wie viel Sie sich im Alltagsleben zumuten können oder dürfen sowie welche Art von Bewegung oder Sport für Sie am besten ist, sollten Sie vorab mit Ihrem behandelnden Arzt abklären. Dieser kennt Ihre Situation, den Krankheitsverlauf und die Behandlung genau und kann daher Auskunft geben, welches Bewegungspensum und welche Art der Bewegung für Sie sinnvoll sind.13

Zu den gemäßigten Aktivitäten zählen beispielsweise Walken, Radfahren, Yoga, Tanzen oder aber auch einfache Gartenarbeit. Intensivere Tätigkeiten sind unter anderem Joggen, schnelles Schwimmen oder Radfahren, Langlaufen oder Ballsportarten wie z. B. Fußball.13

Mehr Information zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre mit dem Titel „Bewegung und Sport bei Krebs (48)“ aus der Serie „Die blauen Ratgeber“ der Deutschen Krebshilfe sowie auf der Webseite des Krebsinformationsdienstes.