Leben mit multiplem Myelom

Familie und Freunde

Die Erkrankung hat nicht nur Auswirkungen auf den Betroffenen selbst, auch Familie und Freunde müssen sich neu orientieren.

Partner und Angehörige neigen in ihrer Sorge um den Betroffenen häufig dazu, dessen Bedürfnisse in den Vordergrund zu rücken. Dieses selbstlose Verhalten kann allerdings dazu führen, dass die Grenzen der Belastbarkeit überschritten werden. Auch Kinder von Betroffenen leiden unter der Erkrankung eines Elternteiles und bedürfen in dieser schwierigen Situation besonderer Aufmerksamkeit und Fürsorge. Hierbei ist die Unterstützung durch andere Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn oftmals sehr wichtig. Aber es ist auch empfehlenswert, sich im Umgang mit den jüngsten Angehörigen Hilfe von außerhalb – beispielsweise von Lehrern, Psychologen, Pflegepersonal, Ärzten oder Seelsorgern – zu holen.9

Unterstützung und nützliche Informationen für Betroffene, Angehörige sowie Freunde bieten sogenannte psychoonkologische Beratungsstellen, welche beispielsweise auf den Webseiten der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V., der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e. V., der Deutschen Krebshilfe oder des Krebsinformationsdienstes zu finden sind.

Die Broschüre „Hilfen für Angehörige (42)“ aus der Serie „Die blauen Ratgeber“ von der Deutschen Krebshilfe stellt Ihnen ebenfalls wertvolle Informationen zur Verfügung.

Eine weitere hilfreiche Maßnahme zur Bewältigung dieser schwierigen Situation kann der Austausch mit Menschen sein, die sich in der gleichen Situation befinden. Sowohl für den Betroffenen selbst als auch für Familienmitglieder und Freunde bieten Selbsthilfegruppen eine gute Anlaufstelle. Adressen von Gruppen in Ihrer Nähe finden Sie hier.