Leben mit multiplem Myelom

Reisen

Für viele Patienten mit einer Krebserkrankung bedeutet eine Urlaubsreise Entspannung, Erholung und eine Auszeit, um Kraft, neue Energie und positive Erlebnisse zu sammeln.

Allerdings sollten Sie vor Beginn einer Reise Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten. Bitten Sie ihn um die Ausstellung eines in englischer Sprache verfassten Arztbriefes in Kurzfassung mit den wichtigsten Informationen über Ihren gesundheitlichen Zustand und Ihre Behandlung.

Bringen Sie qualifizierte Ärzte und onkologische Zentren/Kliniken am Urlaubsort in Erfahrung. Dabei kann Ihnen ebenfalls Ihr Arzt behilflich sein sowie die Internetseite der nationalen Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung.

Informieren Sie Ihre Krankenkasse über die geplante Reise und klären Sie mit dieser vorab Ihren Versicherungsschutz.

Ebenfalls im Vorfeld sollte überprüft werden, ob Ihre Medikamente besondere Lagerungsbedingungen brauchen. Berücksichtigen Sie bei der Einnahme auch eine eventuelle Zeitverschiebung. Lassen Sie sich zudem von Ihrem Arzt beraten, welche weiteren Medikamente sie mitführen sollten (Reiseapotheke) und wie Sie diese bei Bedarf dosieren und einnehmen sollen.

Beachten Sie auch, dass starke Schmerzmittel, die unter die Betäubungsmittelverordnung fallen, in viele Länder nur mit einer entsprechenden Bescheinigung Ihres Arztes in kleinen Mengen als Reisebedarf eingeführt werden dürfen.

Bei einer Reise, für die zusätzliche Impfungen benötigt werden, sind besonders nach einer autologen Stammzelltransplantation einige wichtige Punkte zu beachten. Besprechen Sie diese zuvor mit Ihrem behandelnden Arzt.

Personen mit einem geschwächten Abwehrsystem müssen ganz besonders darauf achten, Infektionen zu vermeiden. Neben einer gründlichen Händehygiene sollte besonders der Kontakt mit Tieren vermieden werden, um das Risiko für Zoonosen (von Tieren auf Menschen übertragbare Erkrankungen) zu minimieren.

Ausführliche Informationen zum Thema Reisen finden Sie in der Broschüre mit dem Titel „Therapiebegleiter zum Multiplen Myelom/Plasmozytom“ der Leukämiehilfe Rhein-Main e.V. sowie auf der Webseite des Krebsinformationsdienstes.